Freitag, 30. Juli 2010
   
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Die 7 Anforderungen an Comedy

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Pokements - Der Comedy-Klassiker von Radio Hamburg ist auf mehreren CDs erhältlichWas ist es nun genau, was erfolgreiche Comedy-Kommunikation ausmacht? Um diese Frage zu beantworten, lassen sich einige Kennzeichen anführen, die Comedy für die Hörer attraktiv macht. So die Ergebnisse einer ZDF-Studie von Gerlinde Schumacher und Daniela Hammer.

Diese Ergebnisse lassen Erkenntnisse auch für die Arbeit im Radio zu, die vor allem bei der Entwicklung von neuen Comedies hilfreich sind.

Was Humor attraktiv macht

Einzigartigkeit, Unverwechselbarkeit und Vielfältigkeit kommen gut an. Empfehlenswert ist die Präsentation einer vielfältigen Bandbreite an Humortypen innerhalb der Comedy, damit ein inakzeptabler Gag weniger stark ins Gewicht fällt und so schneller vergessen wird. Das Format sollte sich durch Einzigartigkeit (Uniqueness) und Unverwechselbarkeit auszeichnen, sowie den Hörern eine gewisse Portion Unanständigkeit bieten, um als neuartig empfunden zu werden. Zudem benötigt der Zuschauer die Möglichkeit eines Rückbezugs zu seinem Alltag, einen gesellschaftlichen Bezug, um sich dadurch mit dem Gehörten identifizieren zu können. Diese attraktivitätssteigernden Merkmale werden als "Die 7 A's humoristischer Attraktivität" bezeichnet. Hierzu gehören:

Die sieben A's humoristischer Attraktivität

  • Authentizität
  • Aktualität
  • Absurdität
  • Aggressivität (z.B. Tabubruch)
  • Agglomeration (Ansammlung humoristischer Kreativität)
  • Alternanz (Abwechslung)
  • Ambiguität (Vieldeutigkeit)

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass diese Faktoren unterschiedliche Reaktionen bei den Hörern hervorrufen können. Im Optimalfall erzeugen alle sieben Merkmale Spaß und Amüsement, jedoch können einzelne oder mehrere Faktoren auch als nicht lustig empfunden werden, und damit bleibt, abhängig vom Hörer, Comedy-Kommunikation eine ständige Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Ablehnung.

Was Hörer nicht mögen

  • primitive Gemeinheiten auf Kosten anderer
  • mangelnde Spontaneität, zu offensichtlich einstudiert
  • abgedroschenes Format, alte Witze
  • keine Identifikationsbasis (zu niedriges Niveau, Antipathie, Alter der Akteure und Art der Probleme)

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