Frequenzvergabe in Berlin - Aus für 100,6
Sonntag, den 04. Dezember 2005 um 00:00 Uhr
Die heutige Entscheidung des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg zur Vergabe der drei Berliner Frequenzen 87,9 MHz, 100,6 MHz und 104,1 MHz schwankt zwischen Innovation und Besitzstandswahrung.



Zur Stärkung der Gattung Hörfunk fordert der VPRT eine Abbildung der bestehenden Länderstruktur des Hörfunks auch bei neuen Formen des Angebots im Bereich von Daten-übertragungen wie DMB oder DVB-H.
Die vom Springer Verlag geplante Übernahme von ProSiebenSat1 läuft nicht wie geschmiert. Das Kartellamt äußerte jetzt erhebliche Bedenken gegen die Fusion. Es erwägt sogar - nach dem bisherigen Stand - das Verbot der Übernahme wegen Wettbewerbsgefährdung.
Kann die Bildung von Radio-Senderfamilien zu mehr Vielfalt an Deutschlands härtestem Hörfunkmarkt beitragen oder besteht die Gefahr von Einfalt im Äther?
Bereits in 2005 könnte Deutschland, nach Einschätzung von EUROCAST Radio Venture & Management, wieder zweitgrößter Radio-Werbemarkt in Europa werden.


