Donnerstag, 17. Mai 2012
   
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Ja, wo sind sie denn - die Hörer?

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Visual Radio - Radio jetzt auch zum SehenEine Generation wächst zur Zeit auf ohne der klassischen Bindung zum Radio wie aus früheren Jahren. Im stark diversierten Konzert der Medien ist Radio nur ein Mittel von vielen zur Zerstreuung und Information.

Im Radio wird vieles in Frage gestellt - auch die nach der erfolgreichsten oder zukunftsträchtigsten Verbreitungsart. Neben der analogen und digitalen Terrestrik, dem analogen bzw. digitalen Kabel sowie der Satellitenverbreitung kommt immer stärker das Internet. Kein Wunder, denn die Tonträgerindustrie droht den Einsatz von kopiergeschützten Musiktiteln im Radio an. Welchen Benefit gibt es aber dann noch für das Radiohören? Ist Visual Radio vielleicht ein Ausweg?

Visual Radio kommt

Nokia 3230Im Sommer startet FFH als erster deutscher Sender mit dem neuen Service Visual Radio. Die von Nokia entwickelte Technik erweitert das Radiohören per Handy um eine visuelle Komponente. Vorausetzung ist natürlich - auch kein Wunder - ein Handy. Programmbegleitend empfängt der im Handy eingebaute Radiotuner weitere Informationen: die Musikplaylist, Werbung, Staumeldungen und Votings. Ja, selbst Klingeltöne und Musiktitel können darüber geladen werden. Visual Radio ist also eine aufgemotzte Mischung von RDS und Jamba-Portal - mit dem Unterschied, jetzt verdient auch der Sender daran. Ein durchaus bedenkenswerter Punkt, um die zukünftige Ertragsfähigkeit eines Senders auf eine breitere Grundlage zu stellen.

Nokia und FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hilmoth sehen die jüngere Zielgruppe im Fokus für die neue Technik. Für diese junge Zielgruppe kommt aber neben den Kosten für die allseits beliebten Klingeltöne, SMS, Logos und Handyspiele eine neue finanzielle Belastung dazu. Denn die Datenübertragung muss bezahlt werden. Selbst wenn Werbung übertragen wird. Nokia sieht darin kein Problem, so Produktmanager Raoul Rotarius, denn Studien zeigen, dass der Kunde bereit ist, für Mehrwertdienste monatlich 4 bis 8 Euro zu zahlen. Aber, hatte man sich damals vorstellen können, dass es Kunden gibt, die mehr als nur ein Taschengeld für Mobilfunkgespräche oder gar Klingeltöne bzw. den SMS-Dienst ausgeben?

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