Dienstag, 07. September 2010
   
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Gattungsmarketing: Deutscher Radiopreis 2010

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deutscher-radiopreis 2010 in hamburg Deutschland bekommt ein neues Medienevent: den Deutschen Radiopreis. Mit dem neuen Preis werden gemeinsam von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern die herausragenden Leistungen eines Jahres im Medium Radio ausgezeichnet.

Der Termin steht fest: Erstmals wird der neu geschaffene Preis am 17. September 2010 im Rahmen einer festlichen Gala in Hamburg verliehen - mit prominenten Gästen, musikalischen Top-Künstlern und bekannten Laudatoren. Die Hörfunkprogramme der ARD und die Privatradios in Deutschland stiften den bundesweit ausgerichteten Preis in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg. Als Kooperationspartner fungiert das Adolf-Grimme-Institut: Es betreut die umfangreiche Jury-Arbeit. Die Federführung für die Organisation des Deutschen Radiopreises hat der NDR übernommen.

Bedeutung von Gattungsmarketing endlich erkannt

"Das Medium Radio hat längst einen eigenen Preis verdient", erkannte jetzt auch ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust. Schließlich hat das Radio einen selbstverständlichen Platz im Alltag fast aller Menschen. Es ist vielseitig und immer wieder überraschend: informativ und unterhaltsam zugleich. Boudgoust weiter: "Preise gibt es schon viele, aber mit dem Deutschen Radiopreis kommt jetzt endlich der nationale Preis für das Medium. Eine verdiente Anerkennung für die vielfältigen Leistungen der Radiomacher in Deutschland."

lutz-kuckuck-radiozentraleLutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale: "Die Preisverleihung soll dazu beitragen, dem Radio in Deutschland den Platz einzuräumen, der ihm zukommt. Als Marketing-Initiative privater und öffentlich-rechtlicher Radiostationen erarbeiten wir seit 2005 gemeinsam Konzepte und Kampagnen zur Profilierung unseres Mediums im Markt. Der Deutsche Radiopreis ist ein Paradebeispiel im dualen Zusammenspiel, um die Leistungs- und Innovationsfähigkeit von Radio emotional, glamourös und vor allem neutral besiegelt unter Beweis zu stellen."

Die Spielregeln

Der Deutsche Radiopreis prämiert die aktuellen Topleistungen von Deutschlands Begleit- und Informationsmedium Nummer eins. Die journalistische Leistung wird dabei ebenso herausgestrichen wie die emotionale Kraft des Hörfunks. Jedes Programm kann maximal drei Produktionen aus dem Zeitraum Juni 2009 bis Mai 2010 einreichen und dabei die Kategorien selbst wählen. Analog zum Deutschen Fernsehpreis ist das Vorschlagsrecht für die Auszeichnungen auf Sender begrenzt, die die Produktionen selbst hergestellt haben oder sie haben herstellen lassen. Die Ausschreibung erfolgt im Mai dieses Jahres.

Die Jury

Eine vom Adolf-Grimme-Institut ausgewählte Jury vergibt Preise in insgesamt elf Kategorien - sie decken die publizistische Breite des traditionsreichsten Massenmediums ab. Die Entscheidung über die Gewinner des Deutschen Radiopreises trifft allein die vom Adolf-Grimme-Institut ausgewählte Jury. Sie setzt sich aus neun Experten zusammen. Um eine unabhängige Auswahl und Bewertung der eingereichten Produktionen zu gewährleisten, werden keine Vertreter aus dem Hörfunk der ARD und der privaten Radiosender in der Jury mitwirken. Der Deutsche Radiopreis ist - ähnlich wie die vom Grimme-Institut verliehenen Fernseh- und Onlinepreise - nicht dotiert.

Die Preiskategorien

  • Beste Moderation
    Personality des Moderators: professionelle Performance, Kreativität, Spontanität, Hörernähe, Emotionalität und Stimme. Herausragende Radiopersönlichkeiten, die Begeisterung für Radio wecken und in ihrer Präsentation die große Breite der Möglichkeiten des Radios nutzen.
  • Beste Morgensendung
    Alle moderierten Sendestrecken in der "Primetime" des Radios. Außergewöhnliche Beispiele für die Kernkompetenz des Mediums. Die Hörer werden auf kreative und kompetente Art unterhalten, informiert und geweckt.
  • Beste Höreraktion
    Interaktionsinitiativen, von Call-in-Aufrufen bis zu Hörerrunden. Auch Off-air-Aktionen. Besondere Ideen, mit denen Radio die Hörer zu Wort kommen lässt, mit ihnen in Dialog tritt und sie zum Teil des modernen Programms werden lässt.
  • Beste Comedy
    Alles, was Spaß macht, ob Primetime-Comedy oder politische Satire. Auch einzelne Sketche, humoristische Aktionen und Serien. Herausragende Formate für Witz und Humor im Radio.
  • Bestes Interview
    Entertainment-Talk oder hintergründiges Interview: sämtliche Gesprächsformen im Radio. Themen von Pop bis Politik.
  • Beste Reportage
    Bunt oder eindringlich, live oder gebaut, kurz oder lang: Radiostücke mit dichter Atmosphäre, packenden O-Tönen und Schilderungen sowie spannender Dramaturgie. Sämtliche Themen, auch unterhaltsame Stoffe.
  • Beste Recherche
    Recherchebeiträge, die politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich relevante Vorgänge öffentlich machen. Thematisch offen.
  • Bestes Sportformat
    Unterhaltsame O-Ton-Stücke, Live-Reportagen, aktuelle Berichte, Sendungen - alle Formate im Sport.
  • Beste Musiksendung | Beste Sendung
    Alle Sendungen des Tages. Die Show am Nachmittag, am Abend oder auch einzelne moderierte Musiksendungen.
  • Bestes Sounddesign
    Jingles, Dropins, Programmtrailer, Senderkennungen. Auch akustische Gesamtgestaltung von Wellen oder Sendestrecken durch Soundelemente.
  • Beste Innovation
    Neue Radioformate oder - konzepte. Vernetzung von Radio und Internet, Podcast- und Online-Aktivitäten. Initiativen, die auf besondere Weise die Möglichkeiten des modernen Radios verdeutlichen.

Die Gala wird live im Radio und als Zusammenfassung zeitversetzt im Fernsehen gesendet. Die Koordination des Deutschen Radiopreises liegt in den Händen eines Beirats, in dem die ARD, die Radiozentrale, das Grimme-Institut sowie die Freie und Hansestadt Hamburg vertreten sind.

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