Media Analyse Radio
Media Analyse | Praxis | radioberatung.de
Radionutzung in Deutschland steigt
Aufatmen bei den Radiosendern. Die Hördauer bleibt stabil. Und das Medium profitiert vom Wachstumsfaktor mobiles Web.
So das Ergebnis der am 13. Juli 2010 veröffentlichten Media Analyse Radio 2010/II der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma). Die Media Analyse dokumentiert die Reichweiten von 102 Hörfunksendern und 106 Vermarktungskombinationen. Die Eckdaten der Radionutzung liegen bereits heute vor und bestätigen den hohen Stellenwert des Mediums Radio im Alltag der Menschen. Für die MA 2010 Radio II wurden insgesamt 65.264 Deutsche und in Deutschland lebende Ausländer mit deutschen Sprachkenntnissen zu ihrer Radionutzung befragt. Demnach hören an einem durchschnittlichen Tag 78,9 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren Radio. Das sind 58,1 Millionen Personen. Zum Vergleich: In der MA 2010 Radio I lag die Tagesreichweite bei 78,6 Prozent (57,9 Millionen).
Tägliche Hördauer steigt
Die tägliche Hördauer steigt im Schnitt um sechs auf 198 Minuten, also auf drei Stunden und 18 Minuten an einem durchschnittlichen Tag. Diese Steigerung der Radionutzung gilt nicht nur für die Gesamtheit der Befragten, sondern in fast gleichem Maße auch für alle gängigen sozio-demographischen Zielgruppen – Jüngere wie Ältere, Auszubildende wie Berufstätige und Rentner. Allerdings wächst die Hördauer der Männer noch deutlich stärker (von 201 auf 210 Minuten täglich) als die der Frauen (von 183 auf 186 Minuten). Die Veränderungen der Radionutzung sind überwiegend marktbedingt und weniger auf methodische Änderungen zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis ist die Technische Kommission in ihrem Prüfauftrag für den Arbeitsausschuss der ag.ma gekommen.
„Vor allem die steigende Hördauer in jungen Zielgruppen bestätigt die erfolgreiche Entwicklung des Mediums Radio“, stellt Dieter K. Müller, Vorstand Radio der ag.ma fest: „In der Zielgruppe der 10- bis 29-Jährigen steigt die Hördauer gegenüber der vorherigen MA um fünf Minuten auf 141 Minuten an. Damit ist das Vorurteil widerlegt, dass die hohe Internetnutzung junger Zielgruppen zu Lasten des Mediums Hörfunk gehen könnte. Die Zuwächse sind vielmehr ein Indiz dafür, dass Hörfunk und Online als Komplementärmedien hervorragend funktionieren“, so Dieter K. Müller weiter.
| radioberatung.de Lesetipps | |
Radio Buch Shop
-
Hörfunklandschaft Niedersachsen 2009 Helmut Volpers, Uli Bernhard und Detlef Schnier. Die seit 1995 in regelmäßigen Abständen, im Auftrag...
-
Schreiben fürs Hören Stefan Wachtel. Wie sich im Radio oder Fernsehen Gesprochenes anhört, ob es verstanden wird oder nicht,...
-
ABC des Journalismus Claudia Mast. Als Handbuch für die Redaktionsarbeit richtet sich das "ABC des Journalismus" an journalistisch...
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
Termine Media Analyse
- 05.09.2010 - 19.12.2010 Erste Befragungswelle zur Media Analyse 2011 Radio
- 02.01.2011 - 17.04.2011 Zweite Befragungswelle zur Media Analyse 2011 Radio
- 09.03.2011 Veröffentlichung der MA-Ergebnisse 2011 Welle 1
- 12.07.2011 Veröffentlichung der MA-Ergebnisse 2011 Welle 2






